Südletter August 2020

Lebenslange Gesundheitsbegleitung

Heute denken was morgen sein soll

Johannes Martz brennt für sein Thema. Kommt er auf den Umgang mit betagten Menschen in unserer Gesellschaft zu sprechen, sprudeln seine Ideen, sein Erfahrungsschatz ist reich. Er ist überzeugt, und das ist die kurze Variante, dass es so wie bisher in Zukunft nicht mehr klappen wird. Es braucht jetzt neue Ansätze, ein grundsätzliches Umdenken in der Altersversorgung ist notwendig. Kommende Generationen, und da ist sich Martz sicher, werden sich mit den heutigen Möglichkeiten nicht mehr zufriedengeben, die im Grunde genommen lediglich eine Auswahl zwischen Pflegeheim und Spitex bieten. Was es braucht, sind individuellere und den verschiedenen Bedürfnissen angepasste Angebote. 
 
"Wir beobachten heute zunehmend eine Fragmentierung im Gesundheitswesen. Die verschiedenen Anbieter schneiden sich ihren Teil aus der Versorgungskette heraus und kommerzialisieren diesen mit der Optik einer Gewinnmaximierung", erklärt Johannes Martz. Südland geht mit seinen Angeboten einen neuen Weg und verfolgt den Ansatz, sich um die gesamte Behandlungskette eines Menschen zu kümmern. 

"Zukünftige Generationen werden sich mit den bestehenden Angeboten nicht mehr zufrieden geben. Es braucht echte Wahlmöglichkeiten und wir müssen diese jetzt aufbauen".

Nahtstellen anstelle von Schnittstellen

Die Schweiz, so ist Johannes Martz überzeugt, verfügt über eines der besten Gesundheitswesen. Die Herausforderung liegt weniger in den Leistungen als in der gegenseitigen Abstimmung. Südland will mit seinen Angeboten nicht nur die Schnittstellen Spital – Zuhause, Arzt – Spital sicherstellen, sondern einen entscheidenden Schritt weiter gehen und mit seinen Angeboten die Nahtstelle zwischen den verschiedenen Dienstleistungen sein. 

Südland will das Pflegeheim zu den Menschen nach Hause bringen. Dazu arbeiten unsere Mitarbeitenden zunehmend auch mit modernen Kommunikationssystemen wie Telemedizin und Sensorik. Die neusten technologischen Entwicklungen ermöglichen es, eine Wohnung zu einer sicheren Umgebung umbauen. Dies kann vorübergehend oder auch langfristig erfolgen. Die eigene Wohnung wird damit Teil des Südland Netzwerks, ein Umzug ins Pflegeheim ist nur noch nötig, wenn Spezialpflege oder Rundumbetreuung unabdingbar sind. 

Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen ist wichtig, das sieht auch Johannes Martz so. Er weiss, wovon er spricht, in seiner Laufbahn hat er zahlreiche Betriebe begleitet und beraten und immer wieder gesehen, wie knallhart die Budgets – nicht selten auf Kosten der Lebensqualität und der Gesundheit - gerechnet werden. Dennoch ist Gesundheit für ihn nie verhandelbar, sie darf nicht zum Renditeobjekt für Grosskonzerne verkommen. Viel zu wichtig ist dieses kostbare Gut und es gilt, dazu Sorge zu tragen: Als Individuum, als Gesellschaft und als Institution. Dieser Verantwortung stellt sich Südland als Nonprofit-Organisation aktiv.

 

Wir wünschen Ihnen allen gute Gesundheit und einen entspannten Altweibersommer*!

 

*der Begriff hat nichts mit älteren Damen zu tun, sondern bezeichnet die warmen Herbsttage.

 

 

 

Johannes Martz hat eine Grundausbildungen in Pflege und im Laufe seiner Karriere in verschiedenen Positionen in Führung, Kommunikation und Qualitätsmanagement gearbeitet. Er war im Akutspital, Rehabilitation und Altersbereich tätig, wo er sich speziell für das Thema Wohn- und Pflegeformen im Alter engagiert hat. Seit Juli 2020 ist er bei Südland für den Bereich der Gesundheitsversorgung zuständig.

Südland bietet Organisationen im Altersbereich verschiedene Beratungsangebote und Interimsmanagement.
Kontakt: 031 310 01 00, johannes.martz@suedland.ch
mehr Infos zum Angebot: www.suedland.ch